Konzeption

„LEBEN UND LERNEN MIT ALLEN SINNEN“

 

Wir arbeiten in unserer Einrichtung nach den Grundsätzen der Ganzheitlichen Erziehung unter Einbeziehung der MONTESSORI-Pädagogik. Dies entspricht auch dem Art.13 BayKiBiG (Das Bayerische Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz):

 

Grundsätze für die Bildungs- und Erziehungsarbeit in förderfähigen Kindertageseinrichtungen; Bildungs- und Erziehungsziele

 

  • Das pädagogische Personal in förderfähigen Kindertageseinrichtungen hat die Kinder in ihrer Entwicklung zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu unterstützen, mit dem Ziel, zusammen mit den Eltern den Kindern die hierzu notwendigen Basiskompetenzen zu vermitteln. Dazu zählen beispielsweise positives Selbstwertgefühl, Problemlösefähigkeit, lernmethodische Kompetenz, Verantwortungsübernahme sowie Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit.
  • Das pädagogische Personal in förderfähigen Kindertageseinrichtungen hat die Kinder ganzheitlich zu bilden und zu erziehen und auf deren Integrationsfähigkeit hinzuwirken. Der Entwicklungsverlauf des Kindes ist zu beachten.
  • Das Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen legt Bildungs- und Erziehungsziele für förderfähige Kindertageseinrichtungen in der Ausführungsverordnung (Art. 30) fest.

 

Durch  kindgemäßes Lernen mit allen Sinnen unterstützen wir das Kind, seine individuellen Begabungen zu entwickeln und Kompetenzen  für sein Leben aufzubauen.

Diese Grundsätze finden wir auch im neuen BILDUNGS- UND ERZIEHUNGS- PLAN  wieder.

2. Träger

 

Der Träger unserer Einrichtung ist die evang. – luth. Kirchengemeinde St. Matthäus in Neuhaus. Hieraus ergibt sich in erster Linie eine Orientierung an den evangelischen Glauben, unter Berücksichtigung und Tolerierung anderer Glaubensrichtungen.

3.1 Aufnahmekriterien

 

In unserer Einrichtung können Kinder ab 10 Monaten bis zum Schuleintritt betreut werden.

 

3.2 Integration

 

Unsere Einrichtung ist offen für Kinder mit und ohne Behinderung, sowie für Kinder mit besonderem Förderbedarf und arbeitet integrativ.

Ausschlusskriterien: Auf Grund der Räumlichkeiten können Kinder mit Rollstuhl nicht aufgenommen werden.

Die Eigenschaft des Montessori-Materials, gleichzeitig Kinder in verschiedenen Entwicklungsstadien anzusprechen und zu fördern, ist für die integrative Arbeit besonders wertvoll. Kinder mit einer Behinderung benötigen einen erhöhten Förderbedarf, deshalb bieten wie den Kindern, in Kooperation mit Fachdiensten, einmal wöchentlich eine speziell auf sie abgestimmte Förderung an.

 

3.3 Gruppen

 

Es gibt drei Gruppen in unserer Einrichtung:

zwei Kindergartengruppen  (Springfloh- und Sternengruppe) und eine Krippengruppe (Flohzirkus).

Die Springflohgruppe ist eine Ganztagsgruppe und mit einer Sozialpädagogin(FH) mit Montessori-Diplom, einer Erzieherin  und einer Kinderpflegerin besetzt. Die Sternengruppe ist eine  Ganztagsgruppe und mit zwei Erzieherinnen  und einer Kinderpflegerin besetzt.

Unsere Krippengruppe Flohzirkus mit einer Gruppenstärke von 12 Kindern wird von zwei Erzieherin  betreut.

Die altersgemischten Gruppen bieten den Kindern die beste Möglichkeit, soziales Verhalten zu erlernen: Kontaktfähigkeit aufzubauen, Rücksichtnahme und Toleranz einzuüben, sowie selbständig situationsangepasste Konfliktlösungen zu finden. Mit diesen Situationen wird Ihr Kind im Kindergartenalltag konfrontiert. Dadurch wird das Verständnis für die Mitmenschen,  als auch das Gruppenbewusstsein gefördert.

 

3.4 Öffnungszeiten und pädagogische Kernzeit

Derzeit ist unsere Einrichtung geöffnet:

 

Mo – Fr    07.15 Uhr – 16.00 Uhr      

 

Unsere Pädagogische Kernzeit im Kindergarten ist von 8:30 Uhr bis 12:30 Uhr.

                                   

 

Im August ist der Kindergarten drei Wochen geschlossen. Alle weiteren Schließtage werden Anfang des Kindergartenjahres bekannt gegeben.

 

3.5 Beiträge

 

Seit dem 01.01.06 werden die monatlichen Beiträge individuell nach dem neuen Finanzierungsmodell berechnet.

 

Grundlage hierfür ist die Elternbeitragstabelle im Betreuungsvertrag.

 

In Härtefällen übernimmt das Jugend- bzw. Sozialamt den Kindergartenbeitrag.

Bitte wenden Sie sich in diesem Fall vertrauensvoll an die Leiterin des Kindergartens.

4.1 Erziehungs- und Bildungsschwerpunkte

 

Die Erziehungs- und Bildungsschwerpunkte orientieren sich an dem neuen BILDUNGS- UND ERZIEHUNGSPLAN.

Der Erziehungsauftrag besteht für uns darin, Kindern vielfältige Möglichkeiten zu bieten, gegenwärtige und vergangene, auch belastende Erlebnisse und Erfahrungen zu verarbeiten, um ihre Lebenssituation zu begreifen, zu verstehen und sie bewältigen zu können.

Das bedeutet auch eine Stärkung ihrer Persönlichkeit, um zukünftige Lebenssituationen meistern zu können.

Die daraus resultierende Identitätsentwicklung schließt die Entwicklung zur Selbst- und Fremdverantwortung mit ein.

 

Unter Bildungsauftrag verstehen wir, die Grundlagen für das Lernen zu erweitern, Neugierde, Motivation und dadurch Spaß am Lernen und Entdecken zu entwickeln.

Methode unserer Arbeit ist die ganzheitliche Erziehung. D.h.: es kommt nicht  nur der Kopf, sondern das ganze Kind in  unsere Einrichtung. Intelligenzentwicklung bedeutet für uns, den Kindern Lernprozesse zu bieten, bei denen Erfahrungen, Entdecken und Erforschen am Anfang stehen.

Sie brauchen Lernprozesse, die Bewegung, Sinneswahrnehmung und Erforschen effektiv verknüpfen.

Dies bedeutet, die Kinder in jeder Altersstufe entsprechend ihrer geistigen, sozialen, körperlichen und emotionalen Entwicklung zu fördern.

 

 

Dabei orientieren wir uns auch an den Prinzipien von

MARIA MONTESSORI

 

Unseren Alltag bestimmt ihr Leitsatz:

„Hilf mir, es selbst zu tun!“

insbesondere bei der Auswahl des Arbeitsmaterials, das wir z.T. auch selbst entwickeln und herstellen.

 

In der Praxis heißt das:

 

  • für die sozial-emotionale Bildung

 

Unser Anliegen ist es, die Kinder im Bereich der emotionalen Entwicklung zu bestärken, eigene Gefühle bewusst zu erleben, sie  einzuordnen, sie zu benennen und mit ihnen situationsgemäß umzugehen.

Sowohl im täglichen Umgang mit den Kindern als auch durch gezielte Projekte oder Aktionen geben wir den Kindern ausreichend Möglichkeiten, Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und Frustrationstoleranz zu entwickeln.

 

Im Kindergarten arbeiten wir mit dem Präventionsprogramm

„FAUSTLOS“,

das die sozialen und emotionalen Kompetenzen der Kinder fördert und sie konfliktfähig macht.

 

  • für die naturwissenschaftliche Bildung

 

Jedes Kind besitzt eine natürliche Neugierde. Diese Neugierde möchten wir uns

insbesondere im Kindergarten in der

Forscherwerkstatt: „Forschen mit Fred“

nutzbar machen, um die Kinder für die Schönheit und Einmaligkeit der Natur zu sensibilisieren und einfache Naturgesetze kennen zu lernen und zu begreifen.

Außerdem soll das Interesse an einfachen physikalischen und chemischen Zusammenhängen geweckt werden.

Lernen soll als Prozess wahrgenommen werden, der Spaß macht und anspornt.

Dies ist Voraussetzung für die Intelligenzentwicklung.

 

  • für die mathematische Bildung

 

Wir bieten den Kindern früh eine Gelegenheit, die Welt der Mathematik anschaulich  als eine mit ihrer Lebenswelt verbundene Zahlenwelt zu erkunden.

Durch bestimmte Übungen und ansprechendes Spielmaterial werden im Kindergarten in der

Mathewerkstatt

besonders Merkfähigkeit und logisches Denken gefördert.

Dadurch leisten wir einen Beitrag zur Entwicklung aller Bereiche des Gehirns.

 

  • für die kreative Bildung

 

Kreativitätserziehung sehen wir nicht beschränkt auf den musischen und künstlerischen Bereich und nicht reduziert auf rein künstlerische Fähigkeiten. Kreativität ist produktive Arbeit in jedem Bereich. Jede neue Erfahrung, die ein Kind macht, ist als kreativer Akt zu sehen. Wir möchten in unserer Arbeit den Kindern die Möglichkeit bieten, all ihre Sinne differenziert wahrzunehmen und dadurch Kreativität in ihrem Tun zu entwickeln. Raum für die Entwicklung von Kreativität zu geben, halten wir für die beste Möglichkeit zur Intelligenzförderung und dadurch bedingt, für die beste Vorbereitung auf Schule und Leben. Im Hinblick auf den Interessenshintergrund der Kinder wollen wir ihnen ein möglichst vielfältiges Lernfeld eröffnen, in dem sie eigene Erfahrungen sammeln, sie verarbeiten und eigene Lösungen entwickeln können.

 

 

 

 

  • für die sprachliche Bildung

 

Die Sprache ist das wichtigste Mittel des Sozialkontaktes. Durch Gespräche, Bilderbücher, Sprachspiele, Lieder usw. legen wir in der

Sprachwerkstatt

besonders großen Wert auf die Förderung der Sprechfreudigkeit, Anhebung des Sprachniveaus und Förderung des Sprachverständnisses. Die Kinder sollen Sprache als typisch menschliches Ausdrucks – und Verständigungsmittel erleben.

Als schulvorbereitende Maßnahme für die Kindergartenkinder bieten wir das Sprachtrainingsprogramm „WUPPI“ an.

 

  • für die musikalische Bildung

 

Durch Lieder, Tanz – und Singspiele und rhythmische Übungen fördern wir das Rhythmusgefühl und sensibilisieren das Gehör. Unser Orff – Instrumentarium ermöglicht es uns, den Kindern erste Instrumentalkenntnisse zu vermitteln.

 

  • für die religiöse Bildung

 

Für unsere Einrichtung ist christliche Erziehung ein wichtiger Eckpfeiler der ganzheitlichen Pädagogik und findet seinen Platz im Kindergartenalltag und nicht nur an isolierter Stelle.

Konkret beinhaltet dies folgende pädagogische Grundhaltung:

 

            Die Vermittlung von Werten.

            Die Stärkung der Kinder  in ihrem Urvertrauen und die Erfahrung, sich      geborgen zu fühlen ist für uns eine Verpflichtung, die gerade auch durch         unser evangelisches Profil zum Tragen kommt.

            Wir ermutigen zum Beten, um Ängste abzubauen und sich für das             alltägliche Leben Unterstützung und Kraft zu holen.

            Christliche Nächstenliebe wird immer wieder neu eingeübt im Umgang mit          anderen Menschen. Darum legen wir großen Wert auf ein           partnerschaftliches Miteinander, auf Toleranz, Respekt und Verständnis     gegenüber unseren Mitmenschen und unserer Umwelt.

 

Mit dieser Grundhaltung stärken wir das Selbstwertgefühl, das Urvertrauen und die Fähigkeit zur Nächstenliebe.

In unserer praktischen Arbeit  machen wir die Kinder mit biblischen Themen und den dazugehörigen Gebeten und Liedern vertraut. Christliche Feste werden gefeiert und ihre Bedeutung mit den Kindern erarbeitet.

Wir möchten die Kinder für die Frage nach Gott interessieren und ihnen die Zuversicht vermitteln, dass Gott sie liebt. Sie sollen Jesus und seine Botschaft kennen lernen und in die Gemeinschaft der Kirche hineinwachsen. Dies geschieht immer unter Berücksichtigung und Tolerierung anderer Glaubensrichtungen.

 

  • für Wahrnehmung und Bewegung

 

Wahrnehmung ist ein aktiver Prozess, bei dem sich das Kind mit allen Sinnen seine Umwelt aneignet.

Motorische Handlungen sind eng mit Wahrnehmungsprozessen verknüpft.

Auch über die Bewegung begreift das Kind seine Umwelt. Deshalb ist es uns wichtig, den Kindern viele Bewegungsanreize zu bieten.

Dazu tragen die häufig stattfindende Bewegungsbaustelle,  regelmäßige Turn – und Rhythmikstunden sowie häufige Bewegung im Außenbereich des Kindergartens bei. Die Kinder erfahren hier ihren eigenen Körper und erlernen grundlegende Bewegungsformen. Sie üben sich in Körpergeschicklichkeit und erhalten Sicherheit im Koordinieren ihrer Bewegungen.

 

4.2 Spiel als Prinzip der Kindergarten- und Krippenpädagogik

 

Dem Spiel im Kindergarten und der Krippe räumen wir einen außerordentlichen Stellenwert in der Entwicklung der Kinder ein. Kinder im Kindergarten- und Krippenalter greifen zunächst alles was sie bewegt im Spiel auf. Sie verarbeiten hier Lebenssituationen, lernen sich darzustellen und sich auszudrücken. Dem Rollenspiel kommt hier eine besondere Bedeutung zu: Förderung der Ausdrucksfähigkeit, Geduld und Einordnung in das gemeinsame Spiel, Einbringen der eigenen Individualität, Erfassung der Umwelt, um hier nur die wichtigsten Punkte aufzuzeigen.

Wir beobachten  die Spiele der Kinder  und  analysieren die Bedeutung der Spielsituationen. Unsere Aufgabe sehen wir darin, aufgrund unserer Beobachtungen, situationsgestaltend und unterstützend mitzuwirken. Das heißt, Material, Zeit, Raum und gegebenenfalls Ideen dem Spielprozess beizusteuern. Kinder sollen hier vor allen Dingen den Freiraum, den sie zur Entwicklung intensiven Spiels brauchen, erhalten. Kinder, die unter günstigen Voraussetzungen intensiv spielen  dürfen, sind in der Regel ausgeglichen, zuversichtlich, voll eigenem Vertrauen, bewegungsaktiv und koordiniert, kontaktfreudig, ausdauernd und motiviert, sprachaktiv und kooperativ, wahrnehmungsoffen und aufmerksam, interessiert, neugierig und phantasievoll.

5.1 Projekte

 

Unsere Projekte werden nicht  allein von den Erzieherinnen vorgegeben, sondern  die Lerninhalte entwickeln sich auch aus den Beobachtungen der Spielsituationen und Gespräche der Kinder. Die Kinder geben hier oft Anregungen und Impulse zur Planung. Die Projekte sind dadurch nicht zeitlich begrenzt und festgelegt. Die Dauer des jeweiligen Themas ergibt sich aus der Intensität des Interesses der Kinder. Jahreszeitlich abhängige Themen und Kirchenfeste werden parallel in angemessenem Umfang behandelt.

Unsere Aufgabe sehen wir hier, Anstöße und Raum zur Weiterentwicklung von Ideen zu geben. Daraus resultiert, dass sich in erster Linie jede Gruppe ihr Thema/Projekt eigenständig erarbeitet.

 

5.2 Raum – und Freiflächengestaltung

 

Die Raumgestaltung orientiert sich ebenso an den Ideen, Bedürfnissen und Interessen der Kinder.

Aufgrund unserer Beobachtungen sind wir dazu übergegangen, nach der Bringzeit die Gruppen zu öffnen. Die Kinder können sich im ganzen Haus frei bewegen. Hieraus ergeben sich gruppenübergreifende Angebote und Spielsituationen in den einzelnen Gruppen, in der Eingangshalle, im Flur und im Turnraum.

Die Außenspielflächen versuchen wir, unter Berücksichtigung der vorhandenen Rahmenbedingungen, entsprechend dem gleichen Prinzip zu gestalten.

 

5.3 Formen der Arbeit

 

Während der offenen Freispielzeit werden sporadisch gruppenübergreifende Angebote im ganzen Haus gemacht. Hier können sich die Kinder frei entscheiden, ob sie diese wahrnehmen wollen oder aber ihren eigenen Spielideen nachgehen möchten.

Durch die Öffnung der Gruppen bleibt den Erzieherinnen mehr Raum für gezielte Beobachtung und dadurch aufbauende, gezielte Einzelförderung und Kleingruppenarbeit.

Im Anschluss an die Freispielzeit finden die gruppenspezifischen Angebote    und Unternehmungen je nach Thema der einzelnen Gruppen statt.

 

5.4 Schulvorbereitung

 

Vorschulerziehung umfasst die gesamte Kindergarten- und Krippenzeitzeit bis zum Eintritt in die Schule. Alle Lebensjahre sind für die Entwicklung eines Kindes gleichermaßen wichtig. Immer muss ein Kind entsprechend seiner geistigen, sozialen, emotionalen und körperlichen Entwicklung ausgewogen und ganzheitlich gefördert werden.

Die Vorschulerziehung sehen wir nicht auf Arbeitsmappen und Lernprogramme reduziert. Arbeitsblätter sollen nicht zur alleinigen Wissensvermittlung dienen. Kinder sollen ihre Umwelt selbst erfahren und begreifen, im wahrsten Sinne des Wortes. Das Ziel unserer Arbeit ist es, Kindern die Möglichkeit zu geben, ihre Umwelt in allen Lebensbereichen selbst zu erfahren und sie dabei zu begleiten und zu unterstützen, bzw. ihnen Hilfe zu geben, es selbst zu tun.

 

 

 

5.5 Lernwerkstatt in den Kindergartengruppen

 

In der Lernwerkstatt vertiefen wir die verschiedenen Lernbereiche wie z.B.:  Sprachförderung, naturwissenschaftliches Experimentieren, mathematische Förderung. Ebenso gestalten wir kreativ mit verschiedenen Werkstoffen und schulen verstärkt ganzheitlich die Sinne.

Wir unterstützen dadurch die Eigenaktivität des Kindes und fordern die Kinder dazu heraus, dass sie, als Vorbereitung auf die Schule, die Ideen mit anderen weiterführen und entwickeln.

Neben dem Erwerb von Wissen und der Förderung von Kompetenzen lernen die Kinder eine Sache konzentriert zu Ende zu bringen.

 

5.6 Kinderkonferenz  („Beschwerdeverfahren“ für Kinder)

 

Kinderkonferenzen werden in  unserer Einrichtung, je nach Bedarf, gruppenintern oder auch gruppenübergreifend abgehalten.

In den Kinderkonferenzen werden zusammen mit den Kindern Regeln und Sanktionen erarbeitet, die sie als Grenze ihres Freiraumes erfahren und akzeptieren lernen.

 

Das bedeutet, sich nicht auf Kosten der Anderen auszuleben, sondern den

                           persönlichen Freiraum jedes Einzelnen zu respektieren.

 

Das bedeutet, sich nicht allen Anforderungen gänzlich entziehen zu können,

                           sondern eigen – und fremdverantwortlich zu handeln.

 

Das bedeutet, auch Regeln der Erzieherinnen, z. B. aus Sicherheitsgründen,

                           zu respektieren.

 

Bitte beachten Sie:

Die Angebotsvielfalt ist abhängig von der ausreichenden personellen Besetzung.

 

5.7.Eingewöhnungsphase in der Kinderkrippe

 

In Anlehnung an das Berliner Eingewöhnungsmodel von H.J. Laewen (IN FANS-Institut für angewandte Sozialforschung, Frühe Kindheit e.V. Berlin), kurz „Berliner Model“ genannt, verläuft die Eingewöhnungszeit Ihres Kindes in unterschiedlichen Phasen.

Um die Trennungssituation zu erleichtern, bieten wir eine behutsame Eingewöhnungsphase von ca. 14 Tagen an, die individuell mit Ihnen und Ihrem Kind abgestimmt wird.

 

Phasen der Eingewöhnung:

  1. Stundenweiser Aufenthalt (1-1.5 Stunden) in der Einrichtung zum Spiel bzw. zur Kontaktaufnahme mit den Kindern der Gruppe und dem Personal, in Begleitung eines Elternteils (Ankerplatz für das eigene Kind).
  2. Schrittweise Erhöhung der täglichen Aufenthaltszeit, in Begleitung der Eltern. (An den ersten 3Tagen bleiben die Eltern die gesamte Spielzeit mit dabei.) Alle pflegerischen Tätigkeiten werden zunächst noch mit einem Elternteil gemeinsam vorgenommen.
  3. Eltern verlassen zeitweise die Gruppe ( erst wenn das Kind von sich aus auf das Personal zugeht), bleiben aber erreichbar.
  4. Das Kind bleibt allein in der Gruppe, wobei die Dauer der Abwesenheit der Eltern, langsam erhöht wird.

 

Liebe Eltern,

bitte planen Sie in der Eingewöhnungszeit die notwendige

Zeit für Ihr Kind ein und geben Sie Ihrem Kind zu Hause

genügend Raum, um zur Ruhe zu kommen.

Ihr Kind muss den Krippenalltag erst trainieren.

6.1. Was bedeutet für uns Öffentlichkeitsarbeit ?

Öffentlichkeitsarbeit heißt für uns, unsere Konzeption nach außen transparent zu machen und als ein Teil der Gemeinde präsent zu sein.

Das bedeutet im konkreten Fall Zusammenarbeit mit folgenden Gremien :

  • Elternhaus und Umfeld (Verwandte, Nachbarn usw.)
  • Kirchenvorstand
  • Elternbeirat
  • Fachberatung
  • Politische Gemeinde
  • Mutter-Kind-Gruppe
  • Erziehungsberatungsstellen
  • Frühförderung
  • Schulen (Grundschule, Don Bosco – Schule)
  • Berufsfachschule für Kinderpflege
  • Vereine
  • Andere Kindertageseinrichtungen
  • Handwerksbetriebe und andere Firmen der Umgebung
  • Polizei und Feuerwehr
  • Ärzte und Gesundheitsamt
  • Bücherei
  • Landratsamt

6.2. Wie sieht bei uns Öffentlichkeitsarbeit aus?

– Informationen zur Konzeption für Eltern, Elternbeirat und Kirchenvorstand  

  in Form von Informationsabenden und Hospitationen während des   Kindergartenbetriebes.

– Informationen über unsere Einrichtung im Gemeindebrief der Kirchengemeinde

– Zeitungsberichte über Aktivitäten des Kindergartens

– Besuche von Handwerksbetrieben, Firmen und öffentlichen Einrichtungen

– Gemeinsame Aktionen mit Feuerwehr, Polizei und Landratsamt (Müllaktion)

– Gemeinsame Ausflüge und Projekte mit Kindern und Eltern

– Zusammenarbeit mit der Schule

– Sommerfeste

– Themenbezogene Elternabende

– Bastelabende

– Beratungsgespräche

– Zusammenarbeit mit Frühförderung, Erziehungsberatungsstellen und Jugendamt

– Gottesdienste für die Kindergartenkinder

– Internetseite: www.kindergarten-flohkiste.de

7.1. Stellenwert und Ziele

 

Unsere Einrichtung ist eine Familien ergänzende und Familien unterstützende Einrichtung.

Grundlage für eine produktive Zusammenarbeit ist gegenseitiges Vertrauen zwischen Eltern und Team. Es ist uns ein großes Anliegen, dass sich Kinder und Eltern gleichermaßen bei uns wohl fühlen und legen daher großen Wert auf eine offene, vertrauensvolle Zusammenarbeit. Durch spontanen, individuellen Austausch und gezielte Gespräche kann diese Basis geschaffen werden. So z.B. durch:

– Tür- und Angelgespräche

– Elterngespräche nach Absprache

– Beratungsgespräche

– Themenbezogene Elternabende

– Angebot von Hospitation in der Gruppe

 

7.2 Aufgaben des Elternbeirates

 

Gemäß Art. 14 BayKiBiG hat der Elternbeirat u.a. folgende Aufgaben:

 

Der Kindergartenbeirat wird vom Träger und der Kindergartenleitung informiert und angehört, bevor wichtige Entscheidungen getroffen werden.

Er berät insbesondere über die Jahresplanung, den Umfang der Personalausstattung, die Planung und Gestaltung von regelmäßigen Informations- und Bildungsveranstaltungen für die Eltern, die Öffnungs- und Schließzeiten und die Festlegung der Elternbeiträge.

8. Zusammenarbeit mit dem Träger

 

– regelmäßiger Austausch zwischen dem Träger und dem Team in

  Dienstbesprechungen.         

 

– gemeinsame Vorbereitung und Durchführung von Gottesdiensten im

  Jahreskreis.

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Kindergarten

  • Telefon:
  • 09195 7909

Kinderkrippe

  • Telefon
  • 09195 922050

Öffnungszeiten

  • Montag - Donnerstag:
  • 07:15 - 16:00
  • Freitag:
  • 07:15 - 16:00
  • Bringzeit:
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Adresse

  • Evang.-Luth. Kindergarten
  • mit Kinderkrippe Flohkiste
  • Neuhauser Hauptstrasse 48
  • 91325 Adelsdorf

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